2019 war ein Jahr der Katastrophen

Im Amazonas wurden riesige Flächen Regenwald für Rinderfarmen und Monokulturen einfach abgefackelt. In Indonesien legten Palmölkonzerne die größten Brände seit Jahren. Die Plastikverschmutzung der Meere erreichte neue Ausmaße und brachte wieder tausenden Tieren ein qualvolles Ende. Und als wäre das nicht genug, hielten skrupellose Geschäftemacher rund 100 Wale gefangen, um mit ihnen Millionen zu verdienen.

Doch wir haben uns nicht unterkriegen lassen! Wir haben zusammengehalten und 2019 wirklich Großartiges erreicht!

Wir haben uns gemeinsam gegen die großen Umweltverschmutzer und skrupellosen Zerstörer gestellt. Denn wir sind Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die nicht zusehen, wenn Lebensräume einfach vernichtet und Tiere vertrieben oder gefangen gehalten werden. Unser Einsatz hat sich ausgezahlt! Das ist nur ein Ausschnitt unserer größten Erfolge:

100 Wale befreit!

Als wir im fernen Osten Russlands ein Walgefängnis entdeckten, in dem rund 100 Orcas und Belugas auf engstem Raum gefangen waren, war das Entsetzen groß. Sie sollten an chinesische Delfinarien verkauft werden – für die sozialen und intelligenten Tiere ein tragisches Schicksal!


Wir machten mobil. Nachdem hunderttausende Menschen unsere Petitionen unterschrieben hatten, ordneten die Behörden endlich die Freilassung der Tiere an. Dank der finanziellen Unterstützung vieler Menschen konnten unsere ExpertInnen noch monatelang vor Ort bleiben, um die Freilassung zu begleiten und genau zu beobachten. Im August war es dann so weit: Die ersten Orcas sprangen wieder frei durch die Wellen. Mittlerweile sind auch alle Belugas befreit!

Mercosur-Pakt gekippt!

Der Hunger der Welt nach Fleisch treibt die Zerstörung der Regenwälder voran. Wo einst Jaguare und Faultiere, Papageien und Pfeilfrösche lebten, wurden gewaltige Rinderweiden für Sojaplantagen angelegt. Dafür wurden im Sommer große Waldflächen im Amazonas einfach abgebrannt. Zur selben Zeit wurde bekannt, dass das Handelsabkommen der EU mit dem südamerikanischen Mercosur-Raum fast beschlossen war. Es sollte den europäischen Markt für die südamerikanische Landwirtschaft öffnen. Das hätte aber die Zerstörung des Amazonas dramatisch beschleunigt.


Doch Österreich konnte ein Veto einlegen. Also wurden wir gemeinsam mit zehntausenden Menschen aktiv: Um den Pakt zu kippen, riefen wir bei den Parteien an und versandten tausende E-Mails an unsere Abgeordneten. Und das österreichische Parlament hörte auf uns, es stimmte gegen den Katastrophenpakt! So haben wir gemeinsam riesige Regenwaldflächen mit all ihren wunderbaren Tieren gerettet. Und auch unsere Bäuerinnen und Bauern müssen sich nicht mehr vor der Billig-Konkurrenz aus Südamerika fürchten!

Totalverbot von Glyphosat beschlossen!

Eine gesunde Landwirtschaft ist unsere Lebensgrundlage. Doch die industrielle Landwirtschaft setzt immer mehr Spritzmittel ein. Dazu gehört auch das laut internationaler Krebsforschungsagentur „wahrscheinlich krebserregende“ Totalherbizid Glyphosat. Doch um ihre Profite aufrecht zu erhalten, kämpft die agrochemische Industrie mit allen Mitteln für seine weitere Zulassung und manipuliert sogar Studien. Mit der Vielfalt der Pflanzen schwindet aber auch die Fruchtbarkeit der Böden.


Seit 2015 engagierten wir uns deshalb gemeinsam mit hunderttausenden Menschen in ganz Österreich für ein Verbot des gefährlichen Pflanzengiftes. Wir informierten, mobilisierten, starteten Aktionen. Wir riefen die Greenpeace-Initiative „Meine glyphosatfreie Gemeinde” ins Leben, an der sich über 700 österreichische Gemeinden beteiligten. Damit sind die BürgerInnen dieser Gemeinden schon jetzt davor sicher, beim Spazierengehen oder mit den Kindern am Spielplatz mit dem Gift in Berührung zu kommen. Und als wir im Juni noch einmal gegen Glyphosat mobil machten, schrieben fast 30.000 Menschen E-Mails an unsere Abgeordneten. Mit Erfolg: Diese beschlossen daraufhin endlich das Totalverbot von Glyphosat in ganz Österreich! Jetzt tun wir alles, damit das Verbot auch wirklich in Kraft tritt – für eine gesunde Landwirtschaft, uns Menschen und die Vielfalt des Lebens!

Das Ende der Kohle beschleunigt!

Kohle ist die schmutzigste Energieform: Sie erzeugt gesundheitsschädliche Luftverschmutzung und treibt den Klimawandel voran wie sonst nichts. Den Ausstieg aus Kohle vorwärts zu bringen ist daher eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit.


Dank der regelmäßigen finanziellen Beiträge unserer Unterstützerinnen konnten wir die notwendigen Schritte setzen und haben durchgehalten, bis wir den Erfolg erreichten! 2019 war es endlich soweit: Wir haben mehrere Kohlekraftwerke in der Türkei, Polen und Südostasien verhindert! Im Sommer gab die Slowakei ihren Kohleausstieg bekannt. Damit konnten wir auch die Luftverschmutzung in Mitteleuropa entschärfen. Und durch kluge Begleitmaßnahmen bleiben auch die bisher von Kohle abhängigen Menschen nicht auf der Strecke.


Dank unseren SpenderInnen bleiben wir dran, bis der Kohleausstieg geschafft ist!

Millionen Hektar Wald gerettet!

Die Wälder des Nordens bieten vielen Tieren Heimat, beherbergen unzählige wertvolle Pflanzen und binden gewaltige Mengen Kohlenstoff. Doch sie werden für Papier abgeholzt und fallen großen Waldbränden zum Opfer.


Dabei konnten wir nicht tatenlos zusehen. Greenpeace setzte sich mit Kopf und Körper für die russischen Wälder ein. Unsere Feuerlöschteams bekämpften Brände und klärten vor Ort über Brandbekämpfung auf. ExpertInnen konnten sich dank der Unterstützung unserer SpenderInnen für Naturschutzgebiete und bessere Gesetze einsetzen. Und die Stimmen von zehntausenden Menschen gaben unseren Forderungen Rückhalt. So konnten wir 300.000 Hektar des Dvinsky-Waldes unter Schutz stellen. Außerdem unterzeichneten 400.000 Menschen eine Petition, um die Bekämpfung von Waldbränden zukünftig zu beschleunigen. Das russische Parlament reagierte und beschloss das geforderte Gesetz. Gemeinsam konnten wir so Millionen Hektar russischen Wald schützen – damit ist nicht nur die Heimat vieler Tiere gerettet, es wurden auch Millionen Tonnen CO2 aus der Atmosphäre gehalten!

Auch 2020 werden wir mit voller Kraft für unsere Erde kämpfen! Das sind einige unserer nächsten Ziele:

Wir bringen Mehrweg in unsere Supermärkte zurück!

Die ersten Schritte sind gesetzt, um das Vordringen der Einwegverpackungen aufzuhalten! 2019 haben wir Berglandmilch, die größte Molkerei Österreichs, zum Wiederumstieg auf Mehrwegflaschen motiviert. Auch Egger hat sich in Zusammenarbeit mit Greenpeace entschlossen, Limonade wieder in einer Mehrwegflasche anzubieten. 2020 wollen wir noch mehr tun: Jetzt wollen wir die Politik dazu bringen, ein flächendeckendes Pfandsystem zu beschließen. Die beliebten und umweltschonenden Pfandflaschen sollen die schmutzigen Einwegflaschen wieder auf unseren Märkten ersetzen!

Wir wollen 8 Millionen Hektar Wald im Amazonas für die Zukunft sichern!

Dazu sind wir einer internationalen Koalition aus NGOs und öffentlichen Institutionen beigetreten. Wir wollen an 9 Orten in Brasilien, Ecuador und Peru mithilfe neuer Technologien (Satelliten, Radar, Drohnen und Tablets) weitere illegale Rodungen verhindern, damit der wichtigste Regenwald der Welt nicht der Gier der Agrarindustrie zum Opfer fällt.

Wir wollen das größte Meeresschutzabkommen aller Zeiten durchsetzen!

Die UNO verhandelt derzeit den Schutz der Hochsee, damit endlich auch die Meeresgebiete außerhalb von Staatsgrenzen geschützt werden können – denn dort können Konzerne immer noch ohne Rücksicht die Meere ausbeuten! Wir arbeiten mit voller Kraft daran, der UNO gegen wirtschaftliche Interessen den Rücken zu stärken. Denn das ist unsere Chance auf das größte Meeresschutzabkommen aller Zeiten. Damit könnten wir 30% der Meere schützen und Milliarden Meerestiere retten!

Doch das schaffen wir nur mit Ihrer Hilfe!

Wir konnten 2019 nur deshalb so viel erreichen, weil uns viele Menschen unterstützten. Nur durch diese Unterstützung konnten unsere AktivistInnen selbst im fernen Osten Russlands das Schicksal gefangener Wale aufdecken und für ihre Freilassung kämpfen. Nur dadurch hatten wir die Mittel, um in kurzer Zeit viele tausende Menschen in Online-Aktionen zu erreichen. Diese Unterstützung ermöglichte es Forscherinnen und Forschern auf hoher See und in abgelegenen Gebieten, jene Daten zu sammeln, die zeigen, wie es um unsere Erde tatsächlich bestellt ist. Dank dieser Hilfe konnten unsere ExpertInnen die dringend notwendigen Lösungen entwickeln. Nur durch die Unterstützung vieler privater Personen waren wir auch 2019 unabhängig von Zuwendungen aus Konzernen und Staat – und mussten nie aus Rücksicht auf Geldgeber still bleiben, wenn es galt, für unsere Welt einzutreten.

Bitte helfen Sie uns, mit Ihrer Spende 2020 noch einmal so richtig durchzustarten! Die Herausforderungen unserer Zeit sind groß, doch gemeinsam können wir sie meistern!