Landwirtschaft

Bienen, Vögel und Pestizide


Auch im Jahr 2019 hat sich Greenpeace in Österreich wieder mit voller Kraft gegen den Gebrauch gefährlicher Pestizide gestellt. Denn der massive Einsatz dieser Spritzmittel in der Landwirtschaft, aber auch in öffentlichen Parkanlagen oder privaten Gärten ist ein Gesundheitsrisiko für uns Menschen und bedeutet für viele Insekten wie Bienen, Hummeln, Wildbienen oder Schmetterlinge den vorzeitigen Tod. Das hat Folgen für das gesamte Ökosystem, denn verschwinden die Insekten, dann geht damit etwa auch eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel verloren, die dann ihrerseits verschwinden.

Im Jahr 2019 organisierte Greenpeace in Österreich eine Vorzeigekampagne gegen das Unkrautvernichtsungsmittel Glyphosat. Denn das wahrscheinlich krebserregende Pflanzengift wird so weitläufig eingesetzt, dass man es sogar in unseren Nahrungsmitteln findet. Glyphosat wurde unter anderem in Bier, Müsli, Haferflocken und Brot nachgewiesen. Darüber hinaus vielfach sogar in menschlichem Urin. Dabei beweisen schon jetzt über 20.000 Bio-BäuerInnen in Österreich, dass es auch ganz ohne gefährliche Spritzmittel wie Glyphosat möglich ist, erfolgreich Landwirtschaft zu betreiben.

Monatelang machte Greenpeace 2019 Druck für ein Verbot von Glyphosat. Im April 2019 zeigten wir, dass schon jede dritte Gemeinde in Österreich auf Glyphosat verzichtet. Nach weiteren Greenpeace-Aktionen im Mai sprachen sich erstmals alle österreichischen Parteien für ein Glyphosat-Verbot aus. Den ganzen Juni lang hielt Greenpeace den Druck mit weiteren Aktionen hoch – zum Beispiel mit einem E-Mail-Protest, an dem sich binnen weniger Tage mehrere zehntausend Menschen beteiligten. Am 2. Juli 2019 war es dann so weit: Das österreichische Parlament beschloss mit einer breiten Mehrheit ein Verbot von Glyphosat. Ein Meilenstein für die Umweltpolitik. Doch die Umsetzung des Verbots zieht sich seither in die Länge. Greenpeace bleibt an diesem wichtigen Thema dran und kämpft dafür, dass hoffentlich schon bald in der gesamten Europäischen Union kein Tropfen Glyphosat mehr verspritzt wird.


Landwirtschaft

Bienen, Vögel und Pestizide


Auch im Jahr 2019 hat sich Greenpeace in Österreich wieder mit voller Kraft gegen den Gebrauch gefährlicher Pestizide gestellt. Denn der massive Einsatz dieser Spritzmittel in der Landwirtschaft, aber auch in öffentlichen Parkanlagen oder privaten Gärten ist ein Gesundheitsrisiko für uns Menschen und bedeutet für viele Insekten wie Bienen, Hummeln, Wildbienen oder Schmetterlinge den vorzeitigen Tod. Das hat Folgen für das gesamte Ökosystem, denn verschwinden die Insekten, dann geht damit etwa auch eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel verloren, die dann ihrerseits verschwinden.

Im Jahr 2019 organisierte Greenpeace in Österreich eine Vorzeigekampagne gegen das Unkrautvernichtsungsmittel Glyphosat. Denn das wahrscheinlich krebserregende Pflanzengift wird so weitläufig eingesetzt, dass man es sogar in unseren Nahrungsmitteln findet. Glyphosat wurde unter anderem in Bier, Müsli, Haferflocken und Brot nachgewiesen. Darüber hinaus vielfach sogar in menschlichem Urin. Dabei beweisen schon jetzt über 20.000 Bio-BäuerInnen in Österreich, dass es auch ganz ohne gefährliche Spritzmittel wie Glyphosat möglich ist, erfolgreich Landwirtschaft zu betreiben.

Monatelang machte Greenpeace 2019 Druck für ein Verbot von Glyphosat. Im April 2019 zeigten wir, dass schon jede dritte Gemeinde in Österreich auf Glyphosat verzichtet. Nach weiteren Greenpeace-Aktionen im Mai sprachen sich erstmals alle österreichischen Parteien für ein GlyphosatVerbot aus. Den ganzen Juni lang hielt Greenpeace den Druck mit weiteren Aktionen hoch – zum Beispiel mit einem E-Mail-Protest, an dem sich binnen weniger Tage mehrere zehntausend Menschen beteiligten. Am 2. Juli 2019 war es dann so weit: Das österreichische Parlament beschloss mit einer breiten Mehrheit ein Verbot von Glyphosat. Ein Meilenstein für die Umweltpolitik. Doch die Umsetzung des Verbots zieht sich seither in die Länge. Greenpeace bleibt an diesem wichtigen Thema dran und kämpft dafür, dass hoffentlich schon bald in der gesamten Europäischen Union kein Tropfen Glyphosat mehr verspritzt wird.

Mehr Gemüse in Polen


Die Schwerpunkte der Landwirtschaftskampagne 2019 in Polen bestanden darin, die Thematik der Fleisch- und Milchproduktion stärker in den öffentlichen Diskurs zu bringen und unsere erfolgreiche Bienenkampagne fortzusetzen. Wir nahmen an der „World Meat Free Week“ (dt. „Weltweite Woche ohne Fleisch“) teil, in deren Rahmen wir mit großem Erfolg die #LessMeatMoreVeg-Kampagne (dt. „Weniger Fleisch mehr Gemüse“) über unsere sozialen Medien lancierten.

Darüber hinaus erarbeiteten wir mit anderen Organisationen gemeinsame Positionen und Empfehlungen zur GAP (Gemeinsame Agrarpolitik der EU) und beteiligten uns an der öffentlichen Konsultation über die polnische Strategie für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes, der Landwirtschaft und Fischerei bis 2030.

Im Rahmen unserer langjährigen Kampagne zum Schutz der Bienen konnten wir dem polnischen Premierminister eine von 111.493 Personen unterzeichnete Petition übergeben, in der ein besserer gesetzlicher Schutz der Bienen gefordert wird.

Mehr Qualität in Ungarn


Die Landwirtschaftskampagne von Greenpeace in Ungarn konzentrierte sich darauf, den Anteil ökologischer Landwirtschaft weiter voranzutreiben. Während des gesamten Jahres 2019 organisierte Greenpeace Workshops für Catering-Fachleute der öffentlichen Verpflegung aus fast 40 Gemeinden. Wir arbeiteten zudem mit einem Dorf am Aufbau eines Selbstversorgungssystems in Form von lokal produziertem, chemikalienfreiem Gemüse, Obst und Fleisch, das den Großteil der örtlichen öffentlichen Verpflegung liefert. Daneben führten wir eine effiziente Sensibilisierungskampagne über die Auswirkungen industrieller Fleisch- und Milchprodukte, um die Menschen von den Vorteilen besserer Lebensmittelqualität der einheimischen, ökologischen Landwirte zu überzeugen. Auch in den Medien fand das Thema Anklang: Über das Jahr verteilt wurde die Arbeit von Greenpeace in Ungarn in 380 Print- und Online-Artikeln, Radio- und Fernsehbeiträgen erwähnt.

Mehr Qualität in Ungarn


Die Landwirtschaftskampagne von Greenpeace in Ungarn konzentrierte sich darauf, den Anteil ökologischer Landwirtschaft weiter voranzutreiben. Während des gesamten Jahres 2019 organisierte Greenpeace Workshops für Catering-Fachleute der öffentlichen Verpflegung aus fast 40 Gemeinden. Wir arbeiteten zudem mit einem Dorf am Aufbau eines Selbstversorgungssystems in Form von lokal produziertem, chemikalienfreiem Gemüse, Obst und Fleisch, das den Großteil der örtlichen öffentlichen Verpflegung liefert. Daneben führten wir eine effiziente Sensibilisierungskampagne über die Auswirkungen industrieller Fleisch- und Milchprodukte, um die Menschen von den Vorteilen besserer Lebensmittelqualität der einheimischen, ökologischen Landwirte zu überzeugen. Auch in den Medien fand das Thema Anklang: Über das Jahr verteilt wurde die Arbeit von Greenpeace in Ungarn in 380 Print- und Online-Artikeln, Radio- und Fernsehbeiträgen erwähnt.


Mercosur

Der über zwanzig Jahre entwickelte Handelspakt der EU mit dem südamerikanischen Wirtschaftsraum Mercosur ist eine der größten Bedrohungen für Klima und Regenwälder. Im Austausch für bessere Exportmöglichkeiten unter anderem für die europäische Autoindustrie will die EU ihren Markt für die Landwirtschaft der Mercosur-Länder öffnen. Das würde den Druck auf die Wälder Südamerikas erhöhen, die vor allem für Rinderweiden und Tierfutterplantagen gefällt werden, und europäische Bäuerinnen und Bauern in direkte Konkurrenz mit den Agrarkonzernen Südamerikas bringen.

Greenpeace klärt schon lange über die Gefahren des Paktes auf. Im Sommer 2019 bot das Zerbrechen der Regierung eine besondere Gelegenheit: Ohne Regierungskoalition waren Mehrheiten gegen den Mercosur-Pakt zu gewinnen. Ein Veto Österreichs gegen Mercosur wurde im Rahmen des EU-Unterausschusses möglich. Greenpeace Österreich begann sofort, zu mobilisieren und konnte das Thema mit gelungener Pressearbeit und spektakulären Aktionen in den klassischen Medien positionieren. Ein Höhepunkt war eine Aktion beim Fest der JungbäuerInnen im Wiener Augarten, bei der sich Greenpeace-AktivistInnen mit einem Transparent abseilten – unter dem Applaus der anwesenden LandwirtInnen, deren Arbeit durch den Pakt bedroht ist. Mit dem Thema im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gab die SPÖ dem Druck von Greenpeace nach, und es wurde im September eine Sondersitzung des Unterausschusses einberufen.

Jetzt wurde Greenpeace über digitale Kanäle aktiv. Es begann eine Aktion, in der tausende BürgerInnen direkt bei den Parteien anriefen, deren Stimme zu Mercosur unklar blieb. Kurz vor dem Ausschusstermin startete dann eine E-Mail-Aktion, bei der sich Menschen mit wenig Aufwand direkt an die Abgeordneten wandten. Im Zuge der Aktion wurden über 325.662 Mails verschickt.

Der Druck wirkte. Bis auf die NEOS stimmten schließlich alle Parteien für ein Veto Österreichs gegen den Handelspakt. Der Klimakiller-Pakt steht damit vor ernsthaften Schwierigkeiten. Denn schon ein einziges Veto reicht, um den Handelspakt zu verhindern.


Mercosur

Der über zwanzig Jahre entwickelte Handelspakt der EU mit dem südamerikanischen Wirtschaftsraum Mercosur ist eine der größten Bedrohungen für Klima und Regenwälder. Im Austausch für bessere Exportmöglichkeiten unter anderem für die europäische Autoindustrie will die EU ihren Markt für die Landwirtschaft der Mercosur-Länder öffnen. Das würde den Druck auf die Wälder Südamerikas erhöhen, die vor allem für Rinderweiden und Tierfutterplantagen gefällt werden, und europäische Bäuerinnen und Bauern in direkte Konkurrenz mit den Agrarkonzernen Südamerikas bringen.

Greenpeace klärt schon lange über die Gefahren des Paktes auf. Im Sommer 2019 bot das Zerbrechen der Regierung eine besondere Gelegenheit: Ohne Regierungskoalition waren Mehrheiten gegen den Mercosur-Pakt zu gewinnen. Ein Veto Österreichs gegen Mercosur wurde im Rahmen des EU-Unterausschusses möglich. Greenpeace Österreich begann sofort, zu mobilisieren und konnte das Thema mit gelungener Pressearbeit und spektakulären Aktionen in den klassischen Medien positionieren. Ein Höhepunkt war eine Aktion beim Fest der JungbäuerInnen im Wiener Augarten, bei der sich Greenpeace-AktivistInnen mit einem Transparent abseilten – unter dem Applaus der anwesenden LandwirtInnen, deren Arbeit durch den Pakt bedroht ist. Mit dem Thema im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gab die SPÖ dem Druck von Greenpeace nach, und es wurde im September eine Sondersitzung des Unterausschusses einberufen.

Jetzt wurde Greenpeace über digitale Kanäle aktiv. Es begann eine Aktion, in der tausende BürgerInnen direkt bei den Parteien anriefen, deren Stimme zu Mercosur unklar blieb. Kurz vor dem Ausschusstermin startete dann eine E-Mail-Aktion, bei der sich Menschen mit wenig Aufwand direkt an die Abgeordneten wandten. Im Zuge der Aktion wurden über 325.662 Mails verschickt.

Der Druck wirkte. Bis auf die NEOS stimmten schließlich alle Parteien für ein Veto Österreichs gegen den Handelspakt. Der Klimakiller-Pakt steht damit vor ernsthaften Schwierigkeiten. Denn schon ein einziges Veto reicht, um den Handelspakt zu verhindern.