Menschen hinter Greenpeace

“Die Antarktis ist eine gefrorene Wildnis, die weit außerhalb der Reichweite menschlicher Einflüsse liegen sollte, aber selbst die entlegensten Teile unseres Planeten verändern sich in einem alarmierenden Tempo. Ich war dort, um Zeugin dieser empfindlichen Lebensräume zu sein, die von Pinguinen, Walen und Robben bewohnt werden, deren ozeanisches Zuhause bewahrt werden muss.
Es war das erste Mal, dass ich auf einem Schiff gelebt habe, und es war großartig, Zeit mit der Greenpeace-Crew und den WissenschaftlerInnen zu verbringen, die dort draußen entscheidende Arbeit leisten, um die Bedrohungen zu dokumentieren, denen die Ozeane ausgesetzt sind, wie etwa Klimawandel, industrielle Fischerei und Plastikverschmutzung. Unser Planet ist ein blauer Planet: Der Ozean bedeckt mehr von ihm als jeder Kontinent zusammen, und wir alle haben die Verantwortung, ihn zu schützen.”

Marion Cotillard, Hollywood-Schauspielerin


Josef Unterweger, Rechtsanwalt

“Als Schüler habe ich mich für die Bürgerinitiative „Rettet das Dorfertal“ gegen ein Kraftwerksprojekt in Osttirol und gegen das AKW Zwentendorf eingesetzt. Da habe ich Leute getroffen, die sich später bei Greenpeace engagierten. 1989 bin ich selbstständiger Anwalt geworden. Zur selben Zeit wurde Greenpeace Österreich gegründet.
Schon vor meiner Eintragung als Anwalt habe ich Bürgerinitiativen beraten und Leuten Tipps bei Aktionen gegeben. Das tue ich weiterhin. Ich berate Greenpeace bei Aktionen, Testamentsspenden, in Medienangelegenheiten und vielem mehr seit nunmehr über 30 Jahren. Greenpeace engagiert sich für den Umweltschutz und Menschenrechte. Das tue ich auch. Da passen wir gut zusammen. Ich habe es hier stets mit Leuten zu tun, von denen ich weiß, dass die Zeit, die ich mit ihnen verbringe, gewonnene Zeit ist.”

“Als Mensch, der auf die sprichwörtliche Butterseite des Lebens gefallen ist, der das Glück hat, in Mitteleuropa geboren zu sein, der aber auch sieht, wie viele Umwelt- und Sozialthemen es gibt, fühle ich mich verpflichtet, Projekte in diesen Bereichen zu unterstützen. Großartig sind die AktivistInnen, die sogar ihr Leben für uns riskieren! Wichtig sind aber auch jene, die einen monetären Beitrag leisten und dadurch viele Projekte überhaupt erst möglich machen.
Finanzielle Unterstützung kann vielfältig entstehen. Neben meinen regelmäßigen Beitragszahlungen ist beispielsweise der Verzicht auf Geschenke bei verschiedensten Anlässen eine gute Möglichkeit, stattdessen Spendengelder zu lukrieren. Die dabei entstehenden Gespräche tragen maßgeblich zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung in meinem Bekanntenkreis bei. So habe ich es schon oft erlebt.
Gut zu wissen: Spenden sind steuerlich absetzbar! Da kann es dann ruhig ein bisschen mehr sein. Übrigens, Gutes zu tun gehört erwiesenermaßen zu den Glücklichmachern. Ich kann es nur bestätigen! Wir sollten alle nicht vergessen, dass wir im größten Wohlstand seit Menschengedenken leben. Seien wir dankbar und demütig und schauen wir darauf, dass unseren Nachkommen eine lebenswerte Zukunft erhalten bleibt.”

Maria Gottenhuber, Spenderin & Nachhaltigkeits-Enthusiastin


Helga Kromp-Kolb, Klimawissenschaftlerin

“Drei Dinge habe ich als junge Wissenschaftlerin von BürgerInnenbewegungen gelernt: Erstens: Es genügt nicht, Expertin auf einem Gebiet zu sein. Um gute Entscheidungen treffen zu können, braucht man einen breiten, gesamtheitlichen Blick auf das Problem. Zweitens: Erfahrene PraktikerInnen orten kommende Probleme oft früher als die Wissenschaft. Drittens: Aussagen müssen für die Betroffenen relevant sein und in einer verständlichen Sprache gemacht werden.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Greenpeace decken eine Vielzahl von Gebieten ab und können die Fachliteratur verstehen. Daher kann Greenpeace als Organisation einen gesamtheitlichen und vorausschauenden Blick entwickeln. Wissenschaftliche Ergebnisse werden professionell in verständlicher Form vermittelt, oft gestützt durch Bilder oder spektakuläre Aktionen. Greenpeace wird so zu einer wichtigen Mittlerin zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und EntscheidungsträgerInnen.”

“Unserer Überzeugung nach haben wir als KünstlerInnen und Kreative in diesem Moment unserer (sogenannten) Entwicklung eine wichtige Chance und Aufgabe. Nämlich durch den Einsatz unserer spezifischen Werkzeuge und Techniken laut und deutlich auf Angelegenheiten hinzuweisen, die der Umwelt und unserem eigenen Leben auf diesem Planeten schaden und die sich aus unserem Alltag und einzelnen Handlungsweisen darin ergeben.
Gemeinsam mit Greenpeace haben wir sicherlich unsere bedeutendste auf Umweltthemen wie zum Beispiel den Bränden im Amazonaswald basierende Arbeit geleistet. Gerade in Zeiten, in denen die Informationstechnologie die Sinne der Menschen mit Konsumdenken überflutet, schätzen wir das Bestreben der Organisation, massive, brillante Aktionen urbaner Maßstäbe zu setzen, die ins Auge stechen und kraftvolle Botschaften der Veränderung vermitteln. Es war eine wunderbare Erfahrung, mit unserer Leidenschaft und Expertise dazu beizutragen, mehr Bewusstsein für solche Themen zu schaffen.”

Fay Fernandes und Federico Petrei, Multimedia-Künstlerkollektiv Deltaprocess


Alžbeta Szabova, Greenpeace-Aktivistin

“Ich bin eine frischgebackene Abiturientin aus der Slowakei und ich glaube, dass individuelle Veränderungen in unserem Lebensstil durchaus dazu beitragen können, den Schaden, den unser tägliches Handeln verursacht, zu reduzieren. Aber es ist töricht zu glauben, dass die Auswirkungen unseres Handelns in irgendeiner Weise vergleichbar sind mit der Macht von Regierungen und der unglaublichen Verwüstung, die große Konzerne verursachen.
Mit Protesten wie der Blockade von vier Ministerien in Bratislava, an der ich 2020 beteiligt war, können wir sie zur Rechenschaft ziehen und die Aufmerksamkeit auf die schrecklichen Praktiken lenken, die unseren Planeten zerstören: auf die Art und Weise, wie der Profit über das Leben und die Zukunft von uns allen gestellt wird, und auf die Lügen und gebrochenen Versprechen, dies zu beheben und zu beenden. Aus diesem Grund habe ich mich Greenpeace in der Slowakei als Aktivistin angeschlossen. Ich habe mich für die Organisation Greenpeace entschieden, weil ihr Name weltweit bekannt und anerkannt ist, weil sie im Vergleich zu kleineren NGOs oder neuen aktivistischen Gruppen einen stärkeren Einfluss hat und bereits über Werte und Strukturen verfügt, die es ihr ermöglichen, effizienter zu arbeiten.”