Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Pandemie führt vor Augen, was unserer Arbeit zugrunde liegt: Die Ausbeutung der Natur hat Grenzen. Konzerne und Regierungen dringen in ihrer Rohstoffgier immer tiefer in unerschlossene Wildnis vor und zerstören Ökosysteme. Dadurch steigt auch die Gefahr, dass gefährliche Viren von Tieren auf Menschen übertragen werden. Globalisierte Wirtschaft und undurchsichtige Lieferketten multiplizieren diese Gefahr. Nicht zuletzt bietet die industrielle Massentierhaltung ideale Bedingungen für die Verbreitung von Krankheiten, aber auch für Antibiotika-Resistenzen.

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"Corona hat auch bei uns Pläne und Gewohnheiten über den Haufen geworfen. Doch schnelles Handeln und der professionelle Umgang mit Krisen aller Art gehören zu unseren Stärken und wir konnten viele unserer Ziele erreichen. Auch wenn wir den direkten, unmittelbaren Austausch vermissen, konnten wir 2020 neue Wege für uns entdecken und starke, erfolgreiche Kampagnen für die Umwelt führen."

Mag. Alexander Egit

Geschäftsführer

Greenpeace in Zentral- und Osteuropa


Greenpeace in Zentral- und Osteuropa

Seit 2000 ist der Sitz des Büros von Greenpeace in Österreich zugleich auch die Zentrale für Greenpeace in Zentral- und Osteuropa. Wir sorgen für den Auf- und Ausbau der Greenpeace-Arbeit in Ungarn, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowenien, Bulgarien und der Slowakei.

Gemeinsam für Umwelt und Klima

In unserem Einsatz gegen die Klimaerhitzung, die Vernichtung der Artenvielfalt, chemische und atomare Gefahren u.v.m. ist grenzüberschreitendes Vorgehen essenziell. In unserer Zusammenarbeit in Zentral- und Osteuropa konnten wir beispielsweise erreichen, dass die überwiegende Mehrzahl der osteuropäischen Länder gentechnikfrei wurde. Die größte Herausforderung stellt jedoch die Klimaerhitzung dar. Zusätzlich befeuert wird diese durch die in einigen osteuropäischen Ländern nach wie vor vorherrschende Kohleindustrie. Die Verhinderung und Schließung von Kohleminen ist der Kern unserer Arbeit in dieser Region. Dass es auch hier inzwischen eine breite Debatte über den Ausstieg aus der Kohleindustrie gibt und in manchen Ländern bereits konkrete Zeitpläne vorliegen, sind Ergebnisse unseres Einsatzes.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer gemeinsamen Arbeit in Zentral- und Osteuropa ist unter anderen der Schutz der Urwälder in Rumänien und Polen.

International, gewaltfrei, unabhängig

Mit unseren hartnäckigen Kampagnen arbeiten wir weltweit daran, Lösungen für eine ökologische und friedliche Zukunft voranzutreiben. Ziel sind dabei stets Lösungen, die hohen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien unterliegen.

Wir setzen eine Vielzahl an gewaltfreien Methoden wie spektakuläre, kreative Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit, wissenschaftliche Studien, Lobbygespräche sowie juristische und politische Arbeit ein. Unsere Online-Kanäle sind in den letzten Jahren zu einem immer stärkeren Medium geworden. Mit ihnen mobilisieren wir zigtausende Menschen für den Umweltschutz.

Als unabhängige Organisation akzeptiert Greenpeace keinerlei finanzielle Zuwendungen von Firmen, der öffentlichen Hand, von politischen Parteien oder internationalen Einrichtungen. Durch unsere Unbestechlichkeit behalten wir immer unsere Handlungs- und Wahlfreiheit, sodass wir stets die wirksamsten Mittel zum Erreichen unserer Ziele einsetzen können.