Landwirtschaft

Was auf unseren Tellern landet – und was nicht – ist nicht nur wichtig für unsere eigene Gesundheit, sondern auch für die Gesundheit unseres Planeten. Leider wird für die Produktion unseres Essens derzeit viel zu oft unsere Natur und unsere Gesundheit geschädigt. Von gefährlichen Spritzmitteln wie Glyphosat über die Zerstörung von Regenwäldern für Tierfuttermittel bis hin zum Zubetonieren einiger unserer fruchtbarsten Böden für neue Autobahnen: Für Greenpeace gibt es weiterhin viel zu tun!

Landwirtschaft in der Lobau

Mit einer starken und mutigen Kampagne hat Greenpeace im Jahr 2021 maßgeblich dazu beigetragen, dass fossile Megaprojekt Lobau-Autobahn zu stoppen. Das ist auch eine sehr gute Nachricht für die Versorgung Ostösterreichs mit gesunden Lebensmitteln aus der Region.

Denn wie eine Greenpeace-Analyse aufdeckte, wären für den Bau der Lobau-Autobahn und der Stadt-Autobahn rund 178 Hektar einiger der fruchtbarsten Böden ganz Österreichs für immer zerstört worden. Das ist eine Fläche, so groß wie der 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden. Zum Vergleich: Mit dem Ertrag dermaßen großer Felder könnte der Jahresbedarf des Grundnahrungsmittels Erdäpfel für 122.000 Menschen gesichert werden. Oder es könnte der Jahresbedarf an Salatgurken für gar 1,3 Millionen Menschen angebaut werden.

Nicht zuletzt die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine haben gezeigt, wie wichtig eine sichere und regionale Versorgung mit gesunden Lebensmitteln ist. Angebaut wird in der Region im Osten Wiens neben Getreide vor allem Gemüse: Hier gedeihen Erbsen, Karotten, Zwiebel und Spinat. Aber auch Kraut, Spargel, Hülsenfrüchte wie Fisolen und viele weitere Gemüsesorten werden hier gezogen, etwa Erdäpfel oder Paradeiser. Das Ende der Lobau-Autobahn ist somit nicht nur ein großer Erfolg für unser Klima, sondern auch für die Versorgungssicherheit Ostösterreichs!

Landwirtschaft

Was auf unseren Tellern landet – und was nicht – ist nicht nur wichtig für unsere eigene Gesundheit, sondern auch für die Gesundheit unseres Planeten. Leider wird für die Produktion unseres Essens derzeit viel zu oft unsere Natur und unsere Gesundheit geschädigt. Von gefährlichen Spritzmitteln wie Glyphosat über die Zerstörung von Regenwäldern für Tierfuttermittel bis hin zum Zubetonieren einiger unserer fruchtbarsten Böden für neue Autobahnen: Für Greenpeace gibt es weiterhin viel zu tun!

Landwirtschaft in der Lobau

Mit einer starken und mutigen Kampagne hat Greenpeace im Jahr 2021 maßgeblich dazu beigetragen, dass fossile Megaprojekt Lobau-Autobahn zu stoppen. Das ist auch eine sehr gute Nachricht für die Versorgung Ostösterreichs mit gesunden Lebensmitteln aus der Region.

Denn wie eine Greenpeace-Analyse aufdeckte, wären für den Bau der Lobau-Autobahn und der Stadt-Autobahn rund 178 Hektar einiger der fruchtbarsten Böden ganz Österreichs für immer zerstört worden. Das ist eine Fläche, so groß wie der 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden. Zum Vergleich: Mit dem Ertrag dermaßen großer Felder könnte der Jahresbedarf des Grundnahrungsmittels Erdäpfel für 122.000 Menschen gesichert werden. Oder es könnte der Jahresbedarf an Salatgurken für gar 1,3 Millionen Menschen angebaut werden.

Nicht zuletzt die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine haben gezeigt, wie wichtig eine sichere und regionale Versorgung mit gesunden Lebensmitteln ist. Angebaut wird in der Region im Osten Wiens neben Getreide vor allem Gemüse: Hier gedeihen Erbsen, Karotten, Zwiebel und Spinat. Aber auch Kraut, Spargel, Hülsenfrüchte wie Fisolen und viele weitere Gemüsesorten werden hier gezogen, etwa Erdäpfel oder Paradeiser. Das Ende der Lobau-Autobahn ist somit nicht nur ein großer Erfolg für unser Klima, sondern auch für die Versorgungssicherheit Ostösterreichs!

Mercosur 2021

Im ersten Halbjahr 2021 versuchten die Europäische Kommission und große EU-Staaten wie Spanien oder Deutschland ein weiteres Mal den ruinösen Handelspakt EU-Mercosur gegen die Interessen des Umweltschutzes und der österreichischen Landwirtschaft durchzusetzen. Der Mercosur ist ein Zusammenschluss der vier südamerikanischen Länder Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Der geplante Handelspakt würde die Einfuhren von Rindfleisch, Hühnerfleisch und Zucker aus Südamerika nach Europa deutlich erhöhen. Doch das wäre eine Katastrophe für die mächtigen und wertvollen Wälder Südamerikas. Denn schon jetzt importiert die Europäische Union Agrargüter, die direkt für die jährliche Zerstörung von 120.000 Hektar Wald alleine in den vier Mercosur-Ländern verantwortlich sind. Das ist ein Fußballfeld Wald alle drei Minuten! Mit dem EU-Mercosur-Pakt würde diese Zerstörung nochmals zunehmen. Auch die österreichische Landwirtschaft käme durch die zusätzliche Billig-Konkurrenz noch mehr unter Druck.

Greenpeace protestiert seit vielen Jahren in Österreich und Europa gegen diesen ruinösen Pakt, der Konzern-Profite über den Schutz der Umwelt und der regionalen Landwirtschaft stellt. Mit Rechtsgutachten und wissenschaftlichen Analysen und gemeinsam mit der jungen Klimabewegung von Fridays for Future konnten wir den EU-Mercosur-Pakt im Jahr 2021 ein weiteres Mal zurückschlagen. Derzeit liegt der Pakt somit auf Eis, doch es ist davon auszugehen, dass es nach den Wahlen in Brasilien (Oktober 2022) einen weiteren Anlauf geben wird. Greenpeace bleibt auf jeden Fall mit voller Energie dran!

Starke Allianz für sauberes Wasser

Zu Beginn des Jahres, als wir in Slowenien unsere Kampagne zum Referendum über das umstrittene Wassergesetz starteten, schien es beinahe unmöglich, dass 20 Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung (340 000 Menschen) das Gesetz ablehnen würden. Noch dazu bei einem Referendum, das absichtlich mitten in den Sommerferien angesetzt wurde und bei dem die Regierung alles tat, um die Wahlbeteiligung zu senken. Das geplante Gesetz hätte neue Bauten (Hotels, Parkplätze, Bars, Werbetafeln usw.) an geschützten Fluss-, See- und Meeresufern ermöglicht.

Aber: Die Sloweninnen und Slowenen sind zur Wahl gegangen und haben einen wichtigen Sieg für die Umwelt errungen: 677.119 Menschen haben gegen das Gesetz gestimmt, das sind 86 Prozent aller Abstimmenden! Die Wahlbeteiligung lag bei beeindruckenden 46 Prozent – eine der höchsten Wahlbeteiligungen der letzten zehn Jahre, einschließlich Parlamentswahlen.

Unsere Erfahrungen aus Gesprächen mit der Bevölkerung deuteten auf ein erfreuliches Ergebnis hin, aber ein derartiger Erdrutschsieg war wirklich unerwartet. Die Koalition, die dies möglich gemacht hat und der wir angehörten, brachte Umweltorganisationen und überzeugte feministische Aktivist:innen zusammen, die den Kern und Motor der Kampagne bildeten. Ein gemeinsamer Erfolg, auf den wir sehr stolz sein konnten!

Starke Allianz für sauberes Wasser

Zu Beginn des Jahres, als wir in Slowenien unsere Kampagne zum Referendum über das umstrittene Wassergesetz starteten, schien es beinahe unmöglich, dass 20 Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung (340 000 Menschen) das Gesetz ablehnen würden. Noch dazu bei einem Referendum, das absichtlich mitten in den Sommerferien angesetzt wurde und bei dem die Regierung alles tat, um die Wahlbeteiligung zu senken. Das geplante Gesetz hätte neue Bauten (Hotels, Parkplätze, Bars, Werbetafeln usw.) an geschützten Fluss-, See- und Meeresufern ermöglicht.

Aber: Die Sloweninnen und Slowenen sind zur Wahl gegangen und haben einen wichtigen Sieg für die Umwelt errungen: 677.119 Menschen haben gegen das Gesetz gestimmt, das sind 86 Prozent aller Abstimmenden! Die Wahlbeteiligung lag bei beeindruckenden 46 Prozent – eine der höchsten Wahlbeteiligungen der letzten zehn Jahre, einschließlich Parlamentswahlen.

Unsere Erfahrungen aus Gesprächen mit der Bevölkerung deuteten auf ein erfreuliches Ergebnis hin, aber ein derartiger Erdrutschsieg war wirklich unerwartet. Die Koalition, die dies möglich gemacht hat und der wir angehörten, brachte Umweltorganisationen und überzeugte feministische Aktivist:innen zusammen, die den Kern und Motor der Kampagne bildeten. Ein gemeinsamer Erfolg, auf den wir sehr stolz sein konnten!

Glyphosat und Gentechnik

Glyphosat gilt laut der internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO im Tierversuch als erwiesernermaßen krebserrgend und beim Menschen als „wahrscheinlich krebserregend“. Weiters gibt es Hinweise auf hormonelle Wirkung, Schädigung des Erbguts, der Embryonalentwicklung, der Leber und der Nieren.

Auch die Umwelt leidet in mehrerlei Hinsicht unter dem Einsatz von Glyphosat: Das Pflanzengift schädigt nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Böden und Gewässer – und damit auch die Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Das Gift wird so zum dauerhaften Risikofaktor für das Gleichgewicht unserer Natur.

Umso schlimmer also, dass es sich dabei um das meistgenutzte Spritzmittel der Welt handelt, das auch regelmäßig in Lebensmitteln wie Brot oder Müsli und sogar im menschlichen Körper nachgewiesen wird. Greenpeace kämpft seit Jahren für ein Verbot des gefährlichen Giftes, mit ersten Erfolgen: Als erstes EU-Land verbot Luxemburg seit 2021 den Einsatz von Glyphosat vollständig. In Österreich wurde wenigstens ein Teilverbot etwa für den Haus- und Gartenbereich beschlossen. Der größte Anwendungsbereich – die österreichische Landwirtschaft – ist davon allerdings bisher leider nicht umfasst. Hier bleibt Greenpeace dran! Einen großen Erfolg feierten letztes Jahr unsere Kolleg:innen in Mexiko: Dort sind Glyphosat und gentechnisch veränderter Mais ab 2024 gänzlich verboten.

EU: Neonicotinoide endgültig verboten

Bald ist es zehn Jahre her. Am Ende einer beispiellosen GreenpeaceKampagne wurden 2013 drei besonders gefährliche Bienen-KillerPestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide in vielen Bereichen verboten. Im Jahr 2018 folgte dann das vollständige Aus für diese Spritzmittel. Ein großer Erfolg für Bienen, Wildbienen Hummeln und Co.! Doch Pestizid-Konzerne wie Bayer wollten das nie akzeptieren, weil sie um ihre Profite fürchteten. Sie reichten jahrelang Klagen gegen diese Entscheidungen zum Schutz von Bienen und Natur ein.

Seit 2021 haben wir endlich Gewissheit: Das Bienen-Killer-Verbot bleibt bestehen! Denn auch in der letzten möglichen Instanz wurden die Pestizid-Konzerne zurückgeschlagen.

Greenpeace hatte mit Labortests die Belastung unserer Natur mit den gefährlichen Spritzmitteln belegt, wissenschaftliche Analysen publiziert und mutige Protestaktionen durchgeführt. Ohne all dem wäre dieser Schritt niemals möglich gewesen. Danke an alle, die mit uns Seite an Seite für Bienen, Wildbienen, Hummeln, alle anderen wichtigen Blütenbesucher sowie unsere Natur im Allgemeinen gekämpft haben!

Im Bereich der Pestizide gibt es natürlich trotzdem weiterhin viel zu tun. Das zeigte auch ein Test von Marillenmarmeladen, den Greenpeace 2021 durchgeführt hat: Die Hälfte der konventionellen Proben war mit Pilzgiften belastet. Bio-Produkte waren hingegen frei von Pestizid-Rückständen.

EU: Neonicotinoide endgültig verboten

Bald ist es zehn Jahre her. Am Ende einer beispiellosen GreenpeaceKampagne wurden 2013 drei besonders gefährliche Bienen-KillerPestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide in vielen Bereichen verboten. Im Jahr 2018 folgte dann das vollständige Aus für diese Spritzmittel. Ein großer Erfolg für Bienen, Wildbienen Hummeln und Co.! Doch Pestizid-Konzerne wie Bayer wollten das nie akzeptieren, weil sie um ihre Profite fürchteten. Sie reichten jahrelang Klagen gegen diese Entscheidungen zum Schutz von Bienen und Natur ein.

Seit 2021 haben wir endlich Gewissheit: Das Bienen-Killer-Verbot bleibt bestehen! Denn auch in der letzten möglichen Instanz wurden die Pestizid-Konzerne zurückgeschlagen.

Greenpeace hatte mit Labortests die Belastung unserer Natur mit den gefährlichen Spritzmitteln belegt, wissenschaftliche Analysen publiziert und mutige Protestaktionen durchgeführt. Ohne all dem wäre dieser Schritt niemals möglich gewesen. Danke an alle, die mit uns Seite an Seite für Bienen, Wildbienen, Hummeln, alle anderen wichtigen Blütenbesucher sowie unsere Natur im Allgemeinen gekämpft haben!

Im Bereich der Pestizide gibt es natürlich trotzdem weiterhin viel zu tun. Das zeigte auch ein Test von Marillenmarmeladen, den Greenpeace 2021 durchgeführt hat: Die Hälfte der konventionellen Proben war mit Pilzgiften belastet. Bio-Produkte waren hingegen frei von Pestizid-Rückständen.