Vielfalt bewahren


So retten wir gemeinsam die Meere!

Unersetzlich

Unsere Ozeane sind vieles, etwa unersetzliche Ökosysteme und fremdartige Welten. Für uns Menschen Lebensgrundlage und Orte für Entspannung oder Abenteuer. Jedoch sind sie auch umkämpfte Industriegebiete.

Rohstoffsuche, industrielle Fischerei, Plastik und andere Giftstoffe bedrohen die Meere weltweit.

Wir kämpfen für ein weltweites Netzwerk von Meeresschutzgebieten und ein historisches Abkommen, das diese ermöglichen soll. Darüber verhandeln derzeit die Vereinten Nationen. Es könnte ein Meilenstein für den Meeresschutz sein. Covid-19 verzögert den Abschluss dieser Verhandlungen. Trotzdem tut sich einiges:

Erfolgsgeschichte im Senegal

Über 90 Prozent der Speisefischbestände sind überfischt. Internationalen Fischereiflotten dringen daher in Gewässer vor, wo sie lokalen FischerInnen die Lebensgrundlage nehmen.

So wurden heuer etwa im Senegal Lizenzen für 52 Industrieschiffe beantragt, die den lokalen FischerInnen ihren Fang streitig gemacht hätten. Nach wochenlangem Protest der BewohnerInnen und Greenpeace wurden alle neuen Lizenzanträge abgelehnt!

Somit hat der Ozean eine Chance, sich wieder zu erholen. Nur gemeinsam mit Ihnen können diese Erfolge ermöglicht und die zerstörerischen Pläne internationaler Fischereikonzerne vereitelt werden.

Entscheidendes Jahr

Im Jahr 2020 haben wir dafür gesorgt, dass der Ölkonzern Equinor seine Bohrpläne in der Großen Australischen Bucht aufgeben musste. Weiters dürfen Fischereikonzerne nicht mehr in das Revier seltener Maui-Delfine vor Neuseeland eindringen.

Doch um das Überleben der MeeresbewohnerInnen langfristig zu sichern, müssen alle Staaten für einen effektiven Meeresschutz sorgen.

Dafür ist ein starkes Hochseeschutzabkommen notwendig. 2021 soll das Abkommen nun wieder aufgenommen werden. 30 Prozent der Ozeane bis 2030 unter Schutz zu stellen fordern dabei nicht nur wir: Über 30 Regierungen konnten wir mit unserer Kampagne davon überzeugen. 2021 wird ein entscheidendes Jahr!

Meeresschutz-Tipps

Millionen Menschen weltweit unterstützen unsere Kampagne zum Schutz der Ozeane. Hier haben wir einfache Tipps für einen meeresfreundlichen Alltag zusammengestellt:

Mikroplastik

In Hygieneartikeln können sich kleine Plastikteilchen verstecken. Über das Abwasser gelangen die Kunststoffe in unsere Meere. Dort verwechseln die Tiere das Plastik mit Nahrung. Greifen Sie lieber zu Naturkosmetika!

Fischkonsum

Versuchen Sie, Fisch als Delikatesse anzusehen, für die Sie sich selten und bewusst entscheiden. Wählen Sie heimische Süßwasserfische wie Saibling oder Bachforelle, idealerweise aus Bio-Zucht.

Müll

Bitte entsorgen Sie den herumliegenden Müll auf Ihrem Lieblingsstrand, auch wenn es nicht Ihr Abfall ist. Ansonsten nimmt die nächste Welle den Mist mit ins Meer.

Mehrweg

Über die Donau gelangen jährlich rund 40 Tonnen Kunststoff ins Schwarze Meer. Um den Plastikmüll zu reduzieren, gehen Sie mit Ihrer eigenen Tragetasche einkaufen. Nutzen Sie Mehrwegflaschen und achten Sie auf einen möglichst plastikfreien Einkauf.

Sonnencreme

Sonnencremen enthalten Chemikalien, die bereits in geringer Konzentration Korallenriffe zerstören. Warten Sie nach dem Eincremen ab, bis die Sonnencreme vollständig eingezogen ist. Greifen Sie auch hier lieber zur Naturkosmetik!

"2021 wird das Entscheidungsjahr für die Zukunft vieler Meerestiere. Greenpeace wird mit aller Kraft dafür kämpfen, dass Regierungen ein historisches Hochseeschutzabkommen beschließen. Danke, dass Sie uns mit Ihrer Unterstützung die Möglichkeit dazu geben!"

Lukas Meus, Greenpeace-Meeresexperte bei den UN-Verhandlungen zum Hochseeschutzabkommen in New York

"2021 wird das Entscheidungsjahr für die Zukunft vieler Meerestiere. Greenpeace wird mit aller Kraft dafür kämpfen, dass Regierungen ein historisches Hochseeschutzabkommen beschließen. Danke, dass Sie uns mit Ihrer Unterstützung die Möglichkeit dazu geben!"

Lukas Meus, Greenpeace-Meeresexperte bei den UN-Verhandlungen zum Hochseeschutzabkommen in New York

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Greenpeace in Zentral- und Osteuropa, Wiedner Hauptstraße 120-124, 1050 Wien, Tel. +43 1 545 45 80, service@greenpeace.at, www.greenpeace.at,

Mikroplastik: © The 5 Gyres Institute; Fischkonsum: © Roengrit Kongmuang/Greenpeace; Müll: © Boy T Harjanto/Greenpeace; Mehrweg: © Mitja Kobal/Greenpeace;

Sonnencreme: © globalmoments/Getty Images; Zitat: © Alex Yallop/Greenpeace; Cover: © Steve De Neef/Greenpeace